Bussard (Buteo), eine Gattung der Tagraubvögel, und zwar aus der Familie der Falken, von Ihr Schnabel ist kurz, von der Wurzel an gekrümmt, am Oberkieferrande mit abgerundetem oder fast unmerklichem Zahne versehen und im Verhältnis zu dem dicken, breiten und flachen Kopfe schwach; die Dagege end zeigt mit dünn zerstreuten Borstenhaaren besetzt, der Schwanz abgerundet, gleichförmig, von den Flügeln ganz bedeckt; die Füße sind befiedert oder nackt und dann geschildet, und die Läufe länger als die Mittelzehe; die • wach, aber mit spitzen Krallen bewehrt. Bie B. orsten auf Bäumen, sie sind schwerfälliger als die Falken. Zwar können sie in bedeutenden Höhen im Kreise schweben, aber meist t dien sie nur am Boden hin, und ihr Flug hat nicht die ungemeine Schnelligkeit der Falken; auch vermögen sie ni t sen 9 auf ihre Beute herabzustoßen. Gewöhnlich sitzen die B. auf niedern Gegenständen, wie Erdhügeln, niedern Asten, um auf Mäuse, Maulwürfe Rensche giftige und ungiftige Schlangen und Inse ten zu lauern. Man hat mehrere Untergattungen unterschieden. Zu der typischen 7½½ der gemeine B. oder Mäusebussard(B. vulgaris), einer der gemeinsten Raubvögel Europas. In Deutschland ist er Strichmide und Standvogel nur dann, wenn mehrere milde Winter aufeinanderfolgen. Er hat einen geraden, wenig abgerundeten Schwanz mit 10—14 Querbinden; die Schwing⸗ und Schwanzfedern Peder weiße Schäfte, die Läufe sind unten unbeedert und vorn nur im obern Drittel befiedert; die Wachshaut des Schnabels ist gelb; die Färbung des Gefieders wechselt vom Weißen zum Tiefbraunen durch alle Schattierungen. Er erreicht 66 em Höhe und 1,5 m Flu elspannung und nährt sich fast nur von Mäusen, ie er in erstaunlicher Menge vertilgt. Blasius fand in dem Kropfe eines großen B. 30 Mäuse vor. Nur wenn Mäuse mangeln, jagt er auch auf Vogelwild. Der kleinere Rau chfußbussard (Archibuteo lagopus), der sich leicht durch die bis zu den Zehen befiederten Füße unterscheidet, in den nördl. Tundren nistet und Deutschland im Winter besucht, lebt ebenso; der Wespenbussard oder Honigfalke (Pernis apivorus) frißt gern Insekten und zerstört, um die Larven zu fressen, Hummel⸗ und Wespennester. ußbrüder, s. Büßende.