Dubois (Ludw.), belg. Maler, geb. zu Brüssel 1830, gilt als der hervorragendste Vertreter der realistischen Schule in Belgien. Seine Bilder zeigen eine Fülle von Leben und Farbe, sind aber zuweilen nachlässig in der Zeichnung und der Komposition. Er malte mit gleichem Geschick Charakter⸗, Landschafts⸗ und Tierstücke. D. trat zuerst auf im brüsseler Salon 1857 mit einem Trinitariermönch und einem sich zur Messe vorbereitenden Priester, drei Jahre später mit den Gemälden: die Störche, die Roulette und der Chorknabe (1860). Die bedeutendsten seiner weitern Schöpfungen sind: Einsamkeit, eine wilde Landschaft (1863), Eva, Heideland (1875), Billardspielerin (1878), Mengeuse de riz (1872), totes Reh, die Mühle, die Schelde, Herbstlandschaft in den Ardennen. Noch sind zu erwähnen seine Kopien von Jordaens' Herbst und Cvangelisten und von Rembrandts Nachtwache. Er starb zu Brüssel 28. April 1880.