FeedCälius (Marcus C. Rufus)
GeschichteBrockhaus 1882

Cälius (Marcus C. Rufus), ein gewandter Redner und Politiker in den letzten Zeiten der röm. Reublik, den Cicero 56 v. Chr. in einer ieden sud ede verteidigte. Von seinen eigenen Reden sind nur Fragmente übrig; erhalten sind jedoch 17 Briefe von ihm an Cicero, namentlich aus der Zeit von dessen Statthalterschaft in Cilicien (51½50 v. Chr.). Bei Ausbruch des Bürgerkriegs ging er zu Cäsar über, agitierte aber dann, da Cäsar seine Forderungen nicht befriedigte, gegen denselben und suchte durch Gesetze zu Gunsten der Schuldner auf Kosten der Kapitalisten sich einen Anhang aus säumigen Schuldnern zu bilden. Er drang jedoch nicht durch, mußte die Stadt verlassen und kam in Süditalien um. Über C. vgl. Boissier in der Revne des deux Mondeso (Jahrg. 1864). Caelius mons, der sudöstlichste Hügel des alten Rom, jert Monte-Celio, stößt im N. an den Esquilinus, im NW. an den Palatinus und im SW. an den Aventinus. Die Alten leiten seinen Namen von dem tusk. ult sein Caeles Vibenna her, welcher den Berg mit seinem Heere besiedelte. Nach Tacitus war es Tarquinius Priscus, welcher ihm denselben zum Wohnsitz anwies, nach andern Quellen wäre die tusk. Besiedelung bereits viel früher erfolgt. Nach Livius soll at l Tullus Hostilius auf dem Caelius mons gewohnt haben. Ursprünglich hieß der Hügel Querquetulanus, d. Eichenberg.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 845Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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