FeedChampagny (Jean Baptiste Nompore de)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Champagny (Jean Baptiste Nompore de), s. Maler, geb. 26. Mai 1602 zu Beufsel ban 4609. nach Paris, wo er anfangs bei einem unbedeutenden Maler arbeitete, dann aber mit Poussin be-Pade g wurde, dessen Einfluß er viel verdankte. eide arbeiteten eine Zeit lang unter Duchesne, der als Maler der Königin-Mutter, Maria von Medici, mit den Malereien des Palais Luxembourg beauftragt war. Der Beifall, den die Königin einigen Gemälden Cis schenkte, erregte Duchesnes Eifersucht, und C. fand sich dadurch bewogen, 1627 nach Brüssel zurückzukehren. Kaum aber war er daselbst angekommen, als er die Nachricht von eich zur Tode und eine Einladung, nach rankreich zurückzukehren, erhielt. Die Königin-Mutter übertrug ihm nun die Leitung der Arbeiten im Luxembourg, wo er die Galerie des hommes illustres zu malen begann. Von seinen meisterhaften Porträts sind jenes des Colbert in Karlsruhe und das der Madame Arnould im Louvre die bedeutendsten. Daneben führte er eine Menge anderer Werke aus, unter denen die Kuppel der Sorbonne das wichtigste ist. Auf einer Reise malte er 1656 in Brüssel für den Erzherzog Leopold das Gemälde: Adam und Eva, den Tod Abels beweinend, jetzt im Belvedere zu Wien. Nach Paris zurückgekehrt, ward er Prosessor und später Direktor der Akademie. Bei herannahendem Alter zog er sich nach Port-Royal zurück, wo seine Tochter Nonne war, die ihm re zu einem seiner herrlichsten Gemälde Anlaß gegeben. Das pariser Museum besitzt außer diesem Werke noch sechs andere von C., B. ein Abendmahl und eine Mater dolorosa. Obschon seine Werke mehr von Fleiß als von Genie Zeugnis ablegen, so gebührt ihm doch unter den Malern der Französischen Schule einer der ersten Plätze. Er starb zu Port-Royal 12. Aug. 1674.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 176Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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