Champfleuryy — Fleury-Husson genannt), franz. Schriftsteller, geb. 10. Sept. 1821 zu Laon, besuchte das dortige Collége, trat später in eine pariser Buchhandlung ein und wurde Mitarbeiter an den Zeitschriften Le Corsaireo und L'Artiste v. In seiner Geschichte des «Chien Caillou (1847) zeigte er sich als einen Vertreter der realistischen Schule, der er auch in seinen folgenden Erzählungen treu blieb. Von denselben sind zu nennen: «Les excentriqueso, Les aventures souffrances du professeur Delteil o, Les amis de la nature , La succession Le Camusv, Monsieur Tringleo, Les oies de Noebo, und besonders „Les bourgeois de Molincharto (Par. 1854), ein satirisches Gemälde der kleinbürgerlichen Sitten in der Provinz. Außerdem veröffentlichte C. mehrere Pantomimen und eine Reihe biographischer, ästhetischer und kunsthistor. Werke; seine Schriften über die Geschichte der alten und neuern Karikatur erläutern eine bisher ungenügend berücksichtigte Seite der Kultur- und Kunstgeschichte: «Histoire de la caricature antiqued (1865), Histoire de la caricature modernes (1865), «Histoire de la caricature au moyen-age et sous la renaissance„, „Histoire de la caricature sous la République, I'Empire et la Restauration o, «Histoire des faiences patriotiques sous la révolutiono, Histoire de l'imagerie populaire o. Seit 1873 ist C. Konservator des Keramischen Museums der Porzellanmanufaktur in Sevres bei Paris.