Clausius (Rudolf Jul. Emanuel), namhafter Physiker, geb. 2. Jan. 1822 zu Köslin in Pommern, studierte seit 1840 zu Berlin, wo er sich auch als Privatdocent habilitierte. Gleichzeitig übernahm er die Stelle eines Lehrers der Physik an der Artillerieschule daselbst. Im J. 1855 wurde er als Professor der Physik an das Eidgenössische Polytechnikum nach Zürich berufen und erhielt bald auch eine ord. Professur an der dortigen Universität. Im J. 1867 folgte er einem Rufe nach Würzburg und 1869 einem solchen nach Bonn. Seine wissenschaftliche Thätigkeit wandte sich vorzugsweise der Wärmelehre zu, um deren Fortbildung er sich namhafte Verdienste erwarb. Behufs Zurückführung des Fundamentalgesetzes der Wärme auf mechan. Prinzipien führte C. eine neue n De das Virial, ein, welche für alle stationären Bewegungen, seien es die großen Bewe9771511 der Planeten oder die kleinen Bewegungen der Atome, eine einfache Beziehung zwischen der mittlern lebendigen Kraft der einerdeine den wirksamen Kräften Außer einer Reihe von Abhandlungen, welche zuerst in Poggendorffs »Annaleno und später besonders (2 Bde., Braunschw. 1864; 2. Aufl. 1876) erschienen, schrieb C. noch: «über das Wesen der Wärme, verglichen mit Licht und Schall » (Zür. 1857), «Die Potentialfunktion und das Potential» (Lpz. 1859; 3. Aufl. 1877).