FeedClerodendron
PflanzenreichBrockhaus 1882

Clerodendron, d. h. Priesterbaum, nannte Linné eine Gattung tropischer Bäume und Sträucher aus der Familie der Verbenaceen, welche gegenständige oder zu drei stehende Blätter und in dreifach gabelteilige, achselständige Trugdolden oder endständige Rispen gruppierte Blüten besitzt, die aus einem glocken⸗, selten röhrenförmigen, oft fünfkantigen Kelche und einer trichter⸗ oder fast präsen-Caume deiehen. Blumenkrone mit fünflappigem Saume bestehen. Aus dem vierfächerigen Fruchtknoten entsteht eine vom Kelch eingeschlossene, zweibis vierknopfige Steinfrucht. Die Arten dieser Gattung sind schönblumige Gewächse, gedeihen aber in Deutschland fast alle nur im Warmhause, manche verlangen sogar eine anhaltende, sehr bedeutende Wärme. Sie werden durch Stecklinge vermehrt. Eine der schönsten Arten ist C. grandiflorum Schauer, ein Halbstrauch mit quirlständigen, lederartigen, länglichen Blättern und großen, gelben, in langgestielte, endständige Trugdolden gestellten Blumen. Sehr häufig kultiviert wird auch wegen seines Wohlgeruchs C. fragrans Vent.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 455Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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