Cölenteraten hat man einen großen Kreis wirbelloser Tiere genannt, bei welchen die einzelnen Körperteile meist strahlig um eine centrale Achse mißt, find unter K aufzusuchen. verteilt und außerdem die Verdauungsorgane so angeordnet sind, daß von einer verdauenden Centralhöhle (Magen) unmittelbar Kanäle ausgehen, welche sich im ganzen Körper verteilen und den Nahrungssaft nach allen Seiten hinführen. Die Grundform dieser Tiere ist ein aus zwei Zellenlagen, einer äußern, Ectoderm, und einer innern, Entoderm, bestehender Sack mit einer vordern Einfuhröffnung, dem Munde. Von dieser Grundform aus entwickeln sich die einzelnen, mehr oder minder strahlig gebauten Typen, die meist nach den Grundzahlen vier oder sechs ausgebildet sind. Bei den C. im weitesten Sinne findet sich die Ausbildung von Kolonien, Stöcken oder Cormen, in welchen die einzelnen Individuen noch miteinander durch das ernährende Röhrensystem (Gastrovascularsystem) zusammenhängen, in hohem Grade entwickelt, nicht minder die Arbeitsteilung oft so weit gediehen, daß diese Kolonien aus verschiedenartigen Individuen zusammengesetzt * (Nährtiere, Geschlechtstiere u. s. w.), welche den Kolonien gegenüber dieselben Funktionen übernehmen, wie die einzelnen Organe gegenüber den zusammengesetzten Organismen. Ebenso ist die echenep! tats u sehr vielgestaltig, teils geschlechtlich, teils ungeschlechtlich und äufig verwickelt, sodaß verschiedene, aufeinander olgende und auseinander hervor ehende Individuen erst den Kreis der Art zusammensetzen (Generationswechsel). Man zählt jetzt zu den C. Diopmau die verschiedenen Acalephen (s. d.), d. h. Rippenquallen (Ctenophora), Schirmquallen (Medusae), Quallenpolypen (Hydrozoa), Röhrenquallen (Siphonophora), Korallenpolypen (Anthozoa). Ob auch die Schwämme (Spongia) als niederste Form beigesellt werden sollen, ist eine noch nicht vollständig gelöste Streitfrage.