Commedia ist der ital. Name für das Drama im allgemeinen und insbesondere für das Lustspiel, im Gegensatz zur tragedia, dem Trauerspiel. Anfangs verstand man unter C. jedes in der Volkssprache, d. h. italienisch abgefaßte Gedicht mit tragischem Anfang und fröhlichem Ausgang, daher Dante sein Meisterwerk einfach C. nannte, welchem Namen die bewundernde Nachwelt den Beisatz divina hinzufügte. Später wurden nur dramatische Dichtungen mit diesem Namen bezeichnet. — C. dell'arte oder C. asuggetto, als deren Erfinder der Lieblingskomiker Leos X., Francesco Cherea, bezeichnet wird, ist die Stegreifkomödie, welche die Schauspieler unter Zugrundelegung eines allgemeinen Scenariumentwurfs durch ihre augenblicklichen Improvisationen auszufüllen und dialogisch auszuführen haben. Die Verbindung der lückenhaften Scenen vermittelt der Arlecchino (s. d.) durch seine mimischen, Lazzi (d.h. Verbände) genannten Späße. Zur Charaktermaske der C. dell'arte, oder auch (im Unterschiede zu der C. erudita) C. mimica genannt, gehört die Gesichtsmaske, mit welcher der Pantalone, der Brighella, der Arlecchino und der Dottore stets erscheinen. Gewöhnlich waren die Schauspieler in der C. lell arte zugleich Komödiendichter und schrieben sich selbst die Stücke, in denen sie auftraten.