Coneläve (lat.), eigentlich Gemach, wird sowohl der Ort, wo die Kardinäle zur Wahl des Papstes sich versammeln, wie die Versammlung der wählenden Kardinäle selbst genannt. Zufolge der von Gregor X., dessen Wahl sich drei Jahre verzögerte, auf der Kirchenversammlung zu Lyon 1274 getroffenen Bestimmungen über die Papstwahl, die im wesentlichen noch jetzt gelten, soll das C. aus einem einzigen Gemach ohne alle Zwischenwand oder Vorhang bestehen und nur Einen Eingang haben, der nach dem Zusammentritt der Kardinäle wohl zu verwahren ist. Durch ein Fenster werden der Versammlung, die das C. nicht eher verlassen soll, bis der neue Papst gewählt ist, die nötigen Speisen dargereicht. Da das C. meist im vatikanischen Palaste zu Rom gehalten wird, so hat man an den Galerien des Vatikan für je zwei Kardinäle eine Menge kleiner Zellen in einer Linie erbaut, welche nur ein schmaler Raum voneinander scheidet. Nur 1823 bei der Wahl Leos XII. versammelten sich die Kardinäle in dem Palaste auf dem Montecavallo.