Cuba, Matanzas, Pinal del Rio, Puerto⸗ rincipe und Sta.⸗Clara. Die Bevölkerung lebt in 13 Städten (Ciudades), 12 Flecken (Villas) und vielen Dörfern (Pueblos), Weilern (Aldeas) und Höfen (Caserias), größtenteils aber auf Pflanzungen. Sonach ist der bei weitem größte Teil der Einwohner den ländlichen Beschäftigungen, der Viehzucht und der Plantagenwirtschaft, ergeben. Viehzüchtereien (Estancias) bestehen in Menge, am meisten in der Gegend von Bayamo und namentlich von Holguin, den Hauptzuchtstätten und enucht produktionsorten der Insel; auch die Bedeuin t ist sehr verbreitet. Von noch größerer Bedeutung ist die fast nur auf die Stapelprodukte des Ausfuhrhandels gerichtete Plantagenwirtschaft; 1877 zählte man 1191 Zuckerplantagen, 4511 ridfaraich en und 192 Kaffeepflanzungen. Am erfolgre chsten mißt, sind unter E aufzusuchen. wird der Feldbau im fruchtbaren Westen der Insel bis südöstlich von Havana getrieben welche Gegend einem Garten gleicht. Die großen Zuckerplantagen (Ingenios) liegen hauptsächlich in der Vuelta Ar-Uba oder dem Obern Feldbaudistrikt, an der Nordseite der Insel, in der Region der berühmten roten Erde. Der Untere Feldbaudistrikt, Vuelta Abajo, an der Südseite gelegen, 110 120 km lang und gegen 30 km breit, liefert in seinen zahlreichen „Vegas de Tabacco » den besten Tabak, während der in einigen Pflanzungen des Ostens gewonnene und in Santiago verschiffte minder ausgezeichnet ist. Kaffeepflanzungen (Cafetales) befinden sich hauptsächlich im. östl. Departement. Doch hat die Produktion des Kaffees, der-früher (1820—30) das zweite Stapelprodükt war, infolge der Konkurrenz von Brasilien, Java u. s. w. sehr abgenommen. Gegenwärtig deckt die Produktion kaum den Konsum der Einwohner und läßt nur ein Geringes zum Export übrig. Baumwolle wurde zwar schon früher gewonnen und ausgeführt, seit 1862 legte man aber im Osten neue Baumwollpflanzungen an, indem die hohen Preise dieses Produkts manche Pflanzer verlockten, ihre Felder für diese Kultur einzurichten. Der Hauptstapelartikel C.s ist der Rohrzucker, dessen steigende Produktion sich auch infolge der Einführung neuer Maschinen immer gewinnreicher gestaltete. Im J. 1878 betrug die Gesamtausfuhr an Zucker 538831 t (à 1000 kg) im Werte von 53 830931 Doll. C. führte 1878 ferner aus: 109 363 t Melasse für 2734094 Doll. Fast alle Melasse und zwei Drittel der Zuckerausfuhr gingen nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Das zweite Stapelprodukt C.s ist der Tabak, dessen Produktion ebenfalls in steter Zunahme begriffen. Seine Güte hängt sehr von der Witterung ab. Der Verbrauch in C. . bst ist, da hier alle Stände, Geschlechter und Altersstufen leidenschaftlich rauchen, 5. 5 Mill. und soll jährlich w1825 Mill. oder täglich 5 Mill. Cigarren betragen. Nach Lage und Boden der Vegas, nach dem Jahrgang und der Behandlung ist das Produkt sehr verschieden. Das beste wird im voraus an bestimmte Häuser und Fabriken in Havana, die als alte Kunden gelten, verkauft, sodaß es neuen Kunden und europ. Fabrikanten schwer und meist unmöglich wird, die ausgezeichnete Ware zu erlangen. Auch ist der Käufer durchaus nicht vor Betrug gesichert. aun Ciaarte wurden 1854 allein in Havana 264 Mill. Cigarren von ausländischem Tabak gedreht, nie Cict von der ganzen Insel nur 251333 000 echte Cigarren ausgeführt. Im J. 1878 belief sich die Ausfuhr der Cigarren auf 182355 740 Stück, für 7294229 Doll., und des Blättertabaks auf 6 856454 kg für 5485163 Doll. Joil kommen noch Cigaretten im Wert von 177960 Doll. Minder großartig, aber doch immer von Be-Gan ist die Ausfuhr von Honig (1878: 258312 Gallonen für 129156 Doll.), Wachs (151255 Kg. Fu 108 155 Doll.), Häuten, Mahagoni⸗, Cedern-⸗, Fustik⸗ und andern Hölzern. Havana allein führte 1880 aus 12464 936 Pid. Tabak und 153 141000 Eigarren. Zur Einfuhr kommen, außer Manufakhiren aller Art, —1 ers aus England und Nordamerika, aber auch aus Deutschland und andern europ. Ländern hauptsächlich Nahrungsmittel, Spirituosen und Bretter. Die Ausfuhr belief sich 1878 auf 70881 525 Doll. Gegenwärtig sind die 14 dem auswärtigen Handel eröffneten Haupthäfen: Havana, Matanzas, Cardenas, Saguna-la-Grande oder Sta.⸗Clara (der Hafen von Villaclara), Caibarien (Hafen von Remedios), Nuevitas, Jibara (Hafen von Holguin), Baracoa, Guantänamo, Santiago de Cuba, Manzanillo, Casilda, Jagua oder Hafen von 4. Dammieiner der besten der Welt, und Rio Sasa. Dampfschiffe unterhalten regelmäßige Verbindungen zwischen den Haupthäfen, und die seit 1834 begonnenen Eisenbahnen sind in stetem Zunehmen begriffen und vermitteln immer mehr den innern Verkehr, sowie den Transport von den Pflanzungen nach den Verschiffungshäfen. Im J. 1880 waren 1382 Kkm im Betriebe. Die erste und wichtigste Bahn führt von Havana über Los Guines im SO. nach La Union, verbindet die Nord⸗ mit der Südküste und ist mit ihren 3an im 20. 1 nach Batabano im S. und Guanasay im W. 160 km lang. Andere Bahnen führen von Havana nach Cristobal, und gegen O. nach Matanzas, Cardenas und Jucaro, sodann von diesen Häfen in verschiedenen Richtungen landeinwärts, und sind durch Zweigbahnen untereinander und auch mit der erstern verbunden. Von Wichtigkeit ist außerdem die 1840 erbaute Bahn, welche die Binnenstadt Puerto-Principe mit dem Hafen Nuevitas im NO. verbindet, sowie die Bahn von Cienfuegos nach Villaclara und die Bahn von Jagua nach Las Cruces. Die Länge der Telegraphenlinien beträgt 4500 km. 30 5 außer bei den Eisenbahnen ist die Anwendung des Dampfes im Er. nehmen. Schon 1849 wurden von 1422 Zuckerpflanzungen 288 mit Dampfmaschinen betrieben, und ihre Zahl hat sich seitdem bedeutend vermehrt. Diese Thatsachen geben ein Zeugnis von den civilisatorischen Fortschritten, welche die Bevölkerung Cs in neuerer Zeit im Gefolge des Handels gemacht hat, sodaß das span. Mutterland bereits überflügelt ist. Außerdem . Gert sich der Cubaner aus durch einen lebhaften Geist und liebenswürdige Charaktereigenschaften. Der Regierung der Insel steht der Gouverneur von Havana als Generalkapitän vor, welcher zugleich oberster Militär⸗ und unn Wickönas der Insel ist und alle Rechte eines span. Vizekönigs hat. Die kirchliche Verwaltung der Insel zerfällt in zwei avischofl Sprengel von Havana und Cuba. Die finanziellen Verhältnisse C.s haben sich in den letzten Jahrzehnten sehr günstig gestaltet. Während 1859 die Einnahmen 25 310222 Doll. betrugen, beliefen sie sich 1879 auf 60 132638 Doll.; die Ausgaben dagegen in denselben Jahren auf 20803 217 und auf 56 764 688 Doll. Fast die Hälfte der Einnahmen wird K das Militärdepartement verwandt. Die Zahl der regelmäßigen span. Truppen beträgt etwa 20000 Mann, neben denen 3—4000 cuban. Milizen Dienste leisten. Seit 1870 befanden sich wegen des Aufstandes auf C. 23000 Mann, 4000 aktive Milizen und ein Hilfskorps von 33000 Mann. . Hie a lagen in den Städten 70000 Freiwillige. Die Hauptortschaften der Insel sind: Havana, Cuba oder Santiago de