Cuthäer, s. unter Samariter. OCuticula nennt man in der Botanik die chemisch und physikalisch metamorphosierten äußersten Lamellen der an das umgebende Medium angrenzenden Epidermiszellwände, welche zu einem fast ununterbrochenen Häutchen verschmelzen und so die sämtlichen Außenwände der Epidermiszellen überziehen. Die C. ist zwar ein Teil der Epidermiszellwände, aber sie verhält sich sowohl in physik. wie chem. Beziehung anders wie diese. Sie besteht größtenteils aus einem, chemisch noch nicht genügend Topographische Lage von Custozza. bekannten, eigentümlichen Körper, dem sog. Cutin, und ist dadurch charakterisiert, daß sie für Wasser nur sehr schwer durchlässig ist. Die C. ist nur an den Wurzelspitzen und Wurzelhaaren und an den Stellen, wo die Spaltöffnungen (s. d.) liegen, unterbrochen. Da sie somit die ganze Pflanze überzieht, so ist sie jedenfalls infolge ihrer eben erwähnten physik. Eigenschaften als eine wirksame Schutzeinrichtung gegen zu starken Wasserverlust anzusehen. Bei Pflanzen, die einer starken Verdunstung ausgesetzt sind, z. B. bei Wüstenpflanzen, ist deshalb die C. viel stärker entwickelt als bei solchen, die an feuchten Standorten wachsen, und außerdem ist auch in jenem Falle gewöhnlich noch Cutin in den übrigen Teilen der Epidermiszellwände eingelagert, sodaß die C. dadurch noch verstärkt wird. Die Schichten der Epidermiszellwände, welche ebenfalls Cutin enthalten, haben ganz ähnliche chem. und physik. Eigenschaften wie die C. selbst, man nennt sie gewöhnlich cuticularische Schichten oder Cuticulärschichten. Gutis (lat.), die Haut, aus Corium und Epidermis bestehend; in der Botanik: die Rinde einjähriger Pflanzen. Cv., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung für Cuvier (George); P. Cuv., Abkürzung für Cuvier (Frederic). ö nißt, sind unter K aufzusuchen.