Dampfmühle (frz. moulin à vapeur, engl. steam-mill), eine Mühle, in welcher sämtliche Arbeitsbewegungen von einer Dampfmaschine abgeleitet werden. (S. unter Mehlfabrikation.) Dampfnudeln, eine namentlich in Süd⸗ und Südwestdeutschland beliebte Fastenspeise. Man bereitet sie, indem man 750 g feines, gewärmtes Mehl, 70 g Butter, 32 g Zucker, eine Prise Salz, 4 Eidotter, 28 g Preßhefe und ½ Liter lauwarme Milch zu einem festen Teig macht, den man mit dem Kochlöffel stark schlägt und dann an einem warmen Orte aufgehen läßt. Hierauf sticht man mit einem Blechlöffel Nudeln von der Größe eines mäßigen Hühnereies aus, rundet sie ab und läßt sie auf einem mit Mehl bestreuten Brett nochmals gehen. Nun stellt man in einem runden Geschirr ½ Liter heiße süße mzuß mit 125 g Butter und 70 g Zucker über nicht allzu starkes Feuer, setzt, der pn die Milch siedet, die Nudeln dicht nebeneinander hinein, doch so, daß die Milch nicht darüber hinweg steht, und bedeckt dann das Gefäß 1 it u mit einem Deckel. Wenn die Milch eingekocht ist und die Nudeln sich u färben beginnen, stellt man das Gefäß vom Feust ab, läßt es noch einige Minuten stehen und nimmt dann die Nudeln heraus. Man richtet sie gewöhnlich mit einer Vanille-Rahmsauce an.