Demos, einerseits der griech. Ausdruck für „Volko, Gemeinde überhaupt, gegenüber den Geschlechterno, dem regierenden Adel, andererseits, insbesondere in Attika die Benennung für die einzelnen Gemeinden oder Ortschaften, in welche ganz Attika, mit Einschluß der Hauptstadt Athen, auf die Weise eingeteilt war, daß auf jede Phyle (s. d.) eine ungefähr gleiche Anzahl (nach einer nicht ganz sichern Überlieferung ursprünglich je zehn) Demen kamen. Diese neue politische, administrative Organisation des Volks nach zehn «Stämmen » und zahlreichen Gemeinden (nämlich KSamtgemeinden o) führte zu größerer Stärkung des demokratischen Elements Kleisthenes 509 v. Chr. an Stelle der uralten, nur auf religiöse Geschäfte beschränkten Einteilung in vier nach Geschlechterverbänden und Geschlechtern gegliederte Phylen ein. Die Demen der neuen ondern bildeten keine geschlossenen Territorien, sondern jeder . waren Demen aus verschiedenen Teilen des Landes zugeteilt. Dieselben erscheinen in mehrfacher Beziehung als selbständige Korporationen, mit eigenen Kamhmn Kulten, Behörden, Einkünften und Versammlungen. Jeder D. hatte neben eigenen Rechnungsbeamten seinen Vorsteher Demarchos, der das Interesse seiner Gemeinde vertreten mußte, die Versammlungen berief, die Beschlüsse vollzog, die Gemeindebücher führte und in einzelnen Fällen eine Art polizeilicher Gewalt handhabte. Die Gesamtzahl der Demen soll um die Mitte des 3. Jahrh. v. Chr. 174 betragen haben. Es sind jetzt uber 180 den Namen nach bekannt, darunter freilich viele, deren Lage auch ni einmal annähernd zu bestimmen ist. Vgl. Roß „Die Demen von Attikav (herausg. von Meier,