Dida des Drusus Asche aufbewahrt war. idaskalien (arch., wörtlich Belehrungen, Unterweisungeno) hießen bei den Griechen teils die Stücks oder Chors, teils die Stücke selbst, Dramen lich aber die Verzeichnisse der aufgeführten Dramen, mit Angabe der Verfasser, der Zeit und des Erfolgs, mit welchem sie aufgeführt wurden. Diese in Athen auf Steintafeln, von denen noch manche Bruchstücke erhalten sind, öffentlich aufgestellten Verzeichnisse wurden später in besondern Schriften gesammelt und wahrscheinlich mit eigenen Bemerkungen und Erläuterungen der Sammler begleitet. Der erste, der eine solche Schrift verfaßte, war Aristoteles, dem bald andere, wie Dikäarchos, Kallimachos, Eratosthenes u. s. w. folgten. Doch sind diese Schriften sämtlich untergegangen, Hollane sie von den spätern Grammatikern und Scholiasten in den Inhaltsverzeichnissen und Kommentaren der alten Traödien und Komödien noch benutzt wurden. Auch ei den Römern wurden dergleichen Verzeichnisse, besonders von Attius, angefertigt, wie die Angaben vor den Lustspielen des Terenz zeigen.