FeedDiday (Frangois)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Diday (Frangois), hervorragender schweiz. Landschaftsmaler, geb. 1812 in Genf, erhielt seine Ausbildung in Paris und ließ sich dann in seiner Vaterstadt nieder. D. war später Lehrer von Guigon und Calame und wirkte bahnbrechend auf dem von Calame dann mit so großem Erfolge betretenen Gebiete der Alpenlandschaft, indem er die Naturscenerien seiner Heimat zum ersten mal in wahrer und großartiger Auffassung zum Vorwurf nahm. Mit Vorliebe be-Linif er stürmische Ereignisse der Natur in den ildnissen der Hochgebirge (3. B. Die Fischer im Sturm); aber auch ruhige Bilder voll idyllischer Stimmung, wozu er die Motive gern den Umgebungen des Genfersees entlehnte, gelangen ihm trefflich. Sein Baumschlag ist meisterhaft, seine 166 wirkungen sind voll Effekt und Wahrheit. Seine bedeutendsten Gemälde sind: Die Mühle von Montreur (1832), Sennhütte im Meyringer Thal (1834) und der Rosenlaui-Gletscher (1841). D. gab auch unter dem Titel Croquisv (Genf 1844) acht lithogr. Landschaftsbilder in Großquerfolio heraus. Er starb 28. Nov. 1877 in Genf.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 316Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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