FeedDievenow
ErdkundeBrockhaus 1882

Dievenow, der östlichste der drei Mündungsarme der Oder in der preuß. Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stettin, welcher 35 Kmeweit vom Stettiner Haff bis zu ihrer Mündung in die Pommersche Bucht der Ostsee führt. d Mündung ist versandet und sie dient daher nicht als Einfahrt in das Haff. Anfangs ist sie 1,5 Kkm breit; aber nach 20,3 km ihres Laufes verbreitert sie sich zu dem 6km breiten Kamminer Bodden, welchen indes die in ihm gelegene 3,3 Em breite Insel Gristow größtenteils zu zwei, zusammen nur 2,4 km breiten Kanälen zerteilt, und der sich nach einer Verengung auf 0,9 km dann zum Fritzower See erweitert. Hier wird der Ausgang durch eine 5,5 km lange Nehrung gesperrt, sodaß sie direkt nach W. hin sich eine Mündung verschaffen muß. Auf dieser Nehrung liegen die zum Kreise Kammin gehörigen Fischerdörfer Klein-D. (90 E.), Berg-D. (163 C.) und Ost-D. (27 E.). Letzterm gegenüber, am andern Ufer und im Kreise Usedom-Wollin, liegt West-D. (115 E.) mit einer kleinen Lotsenstation, ein beliebt gewordenes Seebad mit drei guten Hotels.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 340Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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