Dreget (frz. taillerolle, engl. truvet), Samtmesser oder Samthaken, ein messerartiges Werksell zum Aufschneiden der Samtmaschen zur Hertellung des geschnittenen oder gerissenen Samts. Oberflächen hergestellt werden. Die eigentliche Drehbank besteht im wesentlichen aus dem Gestell oder Bett, dem Spindelstock, dem Reitstock und dem Support. Bei kleinen und mittlern Drehbänken ruht das Bett, um mit der Spindel die passende Höhe über dem Boden zu erhalten, auf Füßen, während es bei großen Bänken unmittelbar auf das Fundament gelegt wird. Dasselbe ist für gewöhnlich durchgängig gerade; um auf kleinern Bänken große, scheibenartige Gegenstände drehen zu können, wird es mit einer Kröpfung, d. h. mit einer Aussparung unmittelbar vor dem Spindelstock versehen. Der Spindelstock ist mit dem Bett unwandelbar befestigt und dient zur Aufnahme der Spindel, welche, horizontal in ihm gelagert, durch Menschen⸗-, Wasser⸗ oder Dampfkraft mit Schnur⸗ oder Riementrieb oder mittels Zahnräder in Umdrehung versetzt wird und so dem mit ihr verbundenen Arbeitsstück gleichfalls eine drehende Bewegung erteilt. Die Haltung und Führung des rentlich bei erfolgt bei kleinen Drehbänken und namentlich bei [denen für Holzbearbeitung mit der Hand; bei großen, die ausschließlich zur Metallbearbeitung dienen, wird der Drehstahl auf dem Support befestigt und der letztere entweder mit der Hand oder selbstthätig bewegt (Leitspindeldrehbänke). 4 Die alteste und einfachste Vorrichtung zum Dre hen ist der Drehstuhl (s. d.), der jetzt fast nur noch zur Herstellung sehr kleiner Arbeitsstücke, z. B. in der Uhrmacherei, gebraucht wird. In Fig. 1 der Tafel: Drehbank ist die gebräuchlichere Anorddueh dieser Art, der Stiften⸗ oder Spitzendrehstuhl, dargestellt. Bei demselben wird das Arbeitsstück zwischen zwei Stahlspitzen eingespannt, die gegeneinander verstellt werden können und in zwei Docken sitzen, von welchen die eine mit der f en „in einen Schraubstock einzuspannennprismatischen Stange ein Ganzes bildet, während die andere je nach der Länge des Arbeitsstücks e auf dieser Stange verstellbar ist. +. das Arbeitsstück selbst setzt man eine kleine Rolle, um welche die Schnur eines Drehbogens geschlungen t wird. Indem man den letztern mit der einen Hand hin⸗ und herzieht, versetzt man das Arbeitsstück in eine Vor⸗ und ten-des Dremabh und kann alsdann durch Anhalten des Drehstahls mit der [ andern Hand unter Benutzung der Tförmigen Auf.· lage das Abdrehen bewirken. ö Der Typus einer einfachen Drehbank für Fußbetrieb ohne Support, wie sie für Holzbearbeitung und zum Abdrehen kleiner Metallstücke Anwendung findet, ist in 5 6 2 dargestellt. Mittels eines durch den Fuß bewegten Trittbretts wird die in dem mittlern Teil des Gestells ö Spitzen gelagerte gekröpfte Welle in Umdrehung! versetzt, welche Bewegung 2— ein Schwungrad mit Schnurlauf auf die Spindel übertragen wird. In allen Fällen ist die Anordnung so getroffen, daß auf dem Umfang des Schwungrads mehrere Rinnen mit wachsendem Durchmesser stufenförmig angebracht sind, denen gleichfalls stufenförmig eingedrehte Rinnen auf der Schnurscheibe der Spindel entsprechen. Durch diese Vorrichtung (Stufenscheiben genannt) kann man die Rotationsgeschwindigkeit der Spindel innerhalb Perhind weiter Grenzen variieren lassen. Die Verbindung des Arbeitsstücks mit der Spindel kann auf verschiedene Weise erfolgen und hängt zunächst von der Form des erstern, sowie von der Art ab, in welcher dasselbe bearbeitet werden soll. Hier sind zwei Hauptverbindungsarten zu unterscheiden, von denen alle übrigen abgeleitet werden können, nämlich die Befestigung zwischen Spitzen und die auf der Planscheibe. Bei ersterer wird das Arbeitsstück im Mittelpunkt der Endflächen mit kleinen konischen Vertiefungen versehen (angekörnt, emiriertz und zwischen die Spitze der Leitspindel und die ihr gegenüberstehende des Reitstocks eingespannt, zu welchem Zweck der letztere auf dem Bett der D. der Länge des Arbektsstücks entsprechend verstellt werden kann. Die Drehung wird auf das Arbeitsstück durch ein auf dasselbe aufzuschraubendes Metallstück (nach seiner Form Herz genannt) und den sog. Mitnehmer, der mit der Spindel rotiert, übertragen. Handelt es sich um die Bearbeitung ebener Flächen an scheibenörmigen Arbeitsstücken, so werden die letztern auf er sog. Planscheibe befestigt, einer gußeisernen Scheibe, die auf das vordere Ende der Spindel aufgeschraubt und mit einer großen Anzahl kurzer, radialer Schlitze zur elehen it, von Haken, Schraubenbolzen u. s. w. versehen ist, um das Festspannen des Arbeitsstücks zu bewirken. Bei der in Fig. 2 abgebildeten D. wird der Drehstahl von dem Arbeiter mit beiden Händen erfaßt und gegen das Arbeitsstück gehalten, wobei ihm die Tförmige, ebenfalls verstellbare Vorlage als Unterstützung dient. Die Drehstähle, welche beim Drehen aus freier Hand gebrau t werden, zeigen die mannigfachsten Formen, welche fowohl durch die Beschaffenheit des zu bearbeitenden Materials als durch die Größe und Gestalt der Arbeitsstücke bestimmt werden. Die gebräuchlichsten Formen der Drehstähle sind in Fig. 3 dargestellt, in welcher die verschieden geformten vordern Schneidkanten deutlich erkennbar sind. Die ersten sechs derselben dienen zum eigentlichen Drehen, während die beiden letzten, sog. Strahler, zum Einschneiden von Gewindegängen auf Itleit. abe abgedrehten Oberflächen dienen, eine Arbeit, welche von seiten des Drehers große Geschicklichkeit voraussetzt. Sämtliche Drehstähle sind, um die bequeme Handhabung zu ermöglichen, mit Holzgriffen nach Art der Feilen versehen. Wenn nun auch in vielen Fällen, namentlich beim Holzdrehen und beim Drehen kleiner Metallstücke, die Drehstähle von der Hand des Arbeiters sicher genug geführt werden können, um eine genaue Arbeit zu liefern, so ist doch überall, wo es sich um die Bearbeitung größerer Gegenstände handelt, eine sichere Stellung und Führung des Drehstahls durch eine mechan. Vorrichtung (Support) unerläßlich, da hierdurch die Arbeit ungemein erleichtert wird. Der Support, welcher mit nur kleinen Veränderungen stets die gleiche Form und Einrichtung S ist durch Fig. 4 und 5 der Tafel dargestellt. erselbe besteht aus zwei Schlitten mit ihren prismatischen Führungen, von denen der untere auf dem Bett der D. verstellbar befestigt wird, während der obere die Vorrichtung zum Festschrauben des Drehstahls trägt, die entweder, wie in Fig. 4, aus einer passend geformten Platte besteht, welche durch Anziehen nur Einer Mutter den Stahl festhält, oder, wie in Fig. 5, den Drehstahl mittels zweier Schrauben festklemmen läßt. Die erstere Befestigungsart gestattet, das Werkzeug in jeder Lage festzustellen, und findet bei kleinern Drehbänken sehr vorteilhaft Anwendung, während die Vorrichtung Fig. 5 in erster Linie ein durchaus sicheres Festklemmen der Drehstähle ermöglicht, dagegen in Bezug auf die Lage der letztern nur eine beschränkte Veränderung gestattet. Die Bewegung der beiden Schlitten, von denen der untere die Führung des obern trägt, erfolgt durch zwei mit Handkurbeln versehene Schraubenspindeln, sodaß dem Drehstahl sowohl eine Bewegung parallel zur Drehbankspindel als auch eine solche senkrecht zur Richtung derselben zu erteilen ist. Durch Kombination beider kann man die Schneide des Werkzeugs in jeder beliebigen Kurve führen und demnach dem Arbeitsstück jede gewünschte Form verleihen. Da dem Konischdrehen des Arbeitsstücks die Führung des Drehstahls in einer geraden, zur Achse der Drehbankspindel geneigten Linie entspricht, ist am Support die Einrichtung meist so getroffen, daß man die obere Führung auf dem untern Schlitten verstellen kann, wodurch die mehe des obern Schlittens mit dem Werkzeug nicht mehr parallel zur Achse der Spindel läuft und so die gewünschte Form des Konus erzielt wird. Die Drehstähle, welche beim Drehen mit dem Support gebraucht werden, sind kurz, ohne Hefte (s. Fig. 6—8) und in Bezug auf die Form der Schneiden den in Fig. 3 dargestellten ähnlich. Oft wendet man mit Vorteil kleine, runde oder prismatische Stahlstäbe an, die vorn schräg angeschliffen und in einen Meißel- oder Werkzeughalter eingespannt werden, wie dies in Fig. 9und 10 gezeigt 9. Die in Fig. 11 dargestellte Leitspindeldre bank reprasentiert die Konstruktion der neuern