Eckert (Karl), deutscher Musiker, geb. 7. Dez. 1820 zu Potsdam, erhielt als musikalisches Wunderkind seinen ersten Unterricht in der Musik durch Zelter und Rungenhagen, in der Violine durch Hubert Ries, 11— 1836—39 zu Leipzig den Unterricht Mendelssohn-Bartholdys, lebte dann zu Berlin und München, ließ sich nach mehrern Kunstreisen in Paris nieder, wo er 1850 und 1851 Kapellmeister der Italienischen Oper war, und begleitete 1852 Henriette Sontag als Dirigent ihrer Konzerte nach Amerika. Im J. 1853 folgte er einem Rufe als Kapellmeister an das Hofoperntheater in Wien, zu dessen artistischem Direktor er 1855 ernannt ward. Von 1861 bis 1867 wirkte er als Hofkapellmeister zu Stuttgart und seit 1869 als solcher zu Berlin, wo er 14. Okt. 1879 starb. Schon 1830, kaum 10 J. alt, verfertigte er eine Oper (Das Fischermädchenv) und drei Jahre nachher ein Oratorium (Rutho), leistete aber später als Komponist nichts, was diesen Anfängen entsprochen hätte; nur einige Liedero von ihm sind allgemeiner bekannt geworden.