Eifersucht ist das Gefühl des Schmerzes oder Unwillens, welches Hr wenn man Güter, auf welche man selbst ein Recht hat oder zu haben Diezen einem andern zugewendet sieht. Durch iesen Anspruch, + . man sich auf ein Gut macht oder hat, unterscheidet sie sich von der Mißgunst, die ein Gut einem andern nicht gönnt, ohne es gerade selbst besitzen zu wollen, und vom Neide, der sich zwar den Besitz des mißgönnten Gutes wünscht, ohne aber einen Anspruch darauf zu 55 ben oder geltend zu machen. Die E. kann auf die verschiedensten Arten von Gütern gehen, in deren Besitze oder Erlangung wir uns von andern beeinträchtigt sehen, wie Ansehen, Macht, Gewinn, Zuneigung, Ruhm; vorzugsweise aber bedient sich der ewöhnliche Geschlechtalte dieses Wortes in Verältnissen der Geschlechtsliebe. * 2 (Eidotter, Vitellum ovi), ein Teil des Eies, der in dem Eiweiß, Albumen, liegt; letzteres umhüllt ein feines Häutchen, membrana putaminis, und dieses ist bei vielen Tieren von der sesten, aus Kalksalzen bestehenden Schale umkleidet. Das E. bildet eine dickliche, gelbe, schleimigflüssige Masse, die zahlreiche geformte Körper, die Dotterkügelchen, enthält, und besteht aus in Wasser gequollenem Eiweiß, sowie einem besondern Eiweißkörper, der als Vitellin bezeichnet ist, ferner einem auch in der Gehirnmasse vorkommenden Stoff, dem Lecithin, außerdem Cholesterin (s. d.), fettem ol (. Eieröh), einem gelben Farbstoff, Lutein, und Salzen, unter denen die Kaliphosphate vorwiegen. Das Eiweiß unterscheidet sich vom Dotter durch das Fehlen der Dotterkügelchen, dagegen besteht es aus einem Konglomerat von äußerst zartwandigen Ou len, deren Inhalt vorzugsweise aus wasserreichem Eiweiß besteht; außerdem findet sich eine geringe Menge von verseiftem Fett, eine Zuckerart, die für Traubenzucker gehalten wird, und Salze, unter denen das Chlornatrium prävaliert. Die anorganischen Salze sind im Ei auf ganz ähnliche Weise gruppiert und räumlich voneinander getrennt, wie im Blute; im Dotter, wie in den Blutkörperchen, sind die Kaliphosphate as Chlornatri im Albumen, wie im Blutserum, ist das Chlornatrium in de Ge-Menge enthalten. Das in der Hitze erfolgende Gerinnen des Eiweißes ist die Ursache des Hartkochens der Eier, wobei das sich ausscheidende, unlöslich an Eiweiß das Wasser durch Imbibition aufsaugt. Sämtliche Bestandteile des Eies sind Nährstoffe des Menschen, und da sie im Ei in leichtest verdaulicher Form enthalten sind, so ist das Ei mit Recht zu einem geschätzten Nahrungsmittel des Menschen eworden. Andererseits ist aber auch nicht zu verennen, daß der Nahrungswert des Eies vielfach überschätzt wird. Es enthält nämlich das Hühnerei prozentisch: Schale 10,7, Eiweißstoffe 11,9, Fett 12,8, Salze 0,7, Wasser 63,9 Proz. Ein Hühnerei wiegt durchschnittlich 50g (nur ganz abnorm große Eier erreichen ein Gewicht von 60 g). In einem Ei verzehrt der Mensch in runder Zahl 6g Eiweißstoffe, das ist aber nur der zwanzigste Teil seines täglichen Bedarfs. Es kann daher nicht die Rede davon sein, daß ein Ei, wie vielfach behauptet wird, mit einem Viertelpfund Fleisch Slichan sei. Der Nahrungswert des Eies läßt sich am besten mit dem der Milch 1. rin: r.. und es entspricht dann ein Ei etwa einer Menge von 150 g Milch.