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ErdkundeBrockhaus 1882

Elbingerode, Stadt in der preuß. Provinz Hannover, Landdrostei Hildesheim, Kreis Zellerfeld, Amtsgerichtsbezirk Wernigerode, Landgerichtsbezirk Halberstadt, im Unterharze, in 468 m Höhe, 11 km südlich von Wernigerode, ist Sitz eines Amts und einer Oberförsterei, hat eine Schloßruine, eine neue got. Kirche und zählt (1880) 2828 überwiegend evang. E. (nur 18 Katholiken), welche Holzhandel treiben, Zündhölzer und Cigarren fertigen und bedeutende Eisengruben in der Nähe bearbeiten, namentlicham Gräfenhagener-und am Harteberge; dieselben werden in Rotehütte (100 E. in 12 Häusern) und Neuehütte an der Kalten Bode, 4 km im SW. von E., sowie in Mandelholz und Elend (160 E. in 11 Häusern) zu Gute gemacht. Um 1074 wanderten 600 holst. Familien, von den Slawen vertrieben, nach dem Harze, wo sie festen Wohnsitz nahmen; nach diesen transalbingischen Auswanderern scheint der Ort Ovelincherod genannt worden zu sein. Markt und Münze des Ortes werden schon früh erwähnt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 940Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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