Elia Wilna (ben Salman), gewöhnlich der „(Wilnaer Gaono genannt, jüd. Gelehrter, geb. 1720, gest. 1797 zu Wilna, wo er Rabbiner war, ragte durch Scharfsinn, Belesenheit und seltenen Fleiß hervor. Seine litterarische Thätigkeit umfaßte das ganze Gebiet der rabbinischen Litteratur, Bibel, biblische Antiquitäten, Geographie Palästinas, Talmud, Kabbala, Chronologie, Geometrie, und zeichnet sich durch scharfen kritischen Blick vorteilhaft aus. Gegen das chassidische Unwesen trat er mit Entschiedenheit auf. Mehrere seiner Schriften sind erst nach seinem Tode, zum Teil aus Glossen am Rande seiner Bücher, herausgegeben; nicht bei allen steht die Urheberschaft E.s fest. Sein «Ajil Meschullasche (über Trigonometrie) erschien erst 1834.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 52Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei