FeedEmblem
Haus & KücheBrockhaus 1882

Emblem (grch.) hieß bei den Alten der Zierat, das Bild an Geschirren in erhabener Metallarbeit, welches en Wertie wurde, daher der Name. Da dergleichen Verzierungen meist eine sinnbildliche Bedeutung hatten, so übertrug sich der Ausdruck überhaupt auf das Sinnbild. E. ist daher die bildliche ezeichnung eines Ganzen durch einen Teil desselben oder durch ein Zeichen, das mit demselben in Beziehung steht, sodaß z. B. Waffen den Krieg, ein Pflug oder dergleichen den Ackerbau bedeuten. Man hat die Benennung auch auf willkürlich gewählte Kennzeichen ausgedehnt; dann ist eine solche bildliche Darstellung meist mit einer Devise (s. d.) versehen. Das E. begleitet die Allegorie und blühte daher auch besonders zu der Zeit, wo diese ihre große Rolle in der Kunst spielte, also seit der Mitte des 16., dann im 17. und 18. Jahrh. Es entstand daher auch eine Litteratur der E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 96Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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