Ernst Friedrich, Markgraf von Baden-Durlach, geb. 17. Okt. 1560, ältester Sohn Karls II., regierte zuerst, nach dem Tode seines Vaters 1577, gemeinschaftlich mit seinen Brüdern Jakob III. und Georg Friedrich; doch wurde 1584 von den drei Brüdern die Teilung des Landes beschlossen. E. Friedrich erhielt die untere Markgrafschaft mit Durlach, die beiden andern Brüder teilten sich in die obere Markgrafschaft. Jener anhoin dem Calvinismus, während Jakob zum Katholizismus ubertrat und Georg Friedrich strenger Lutheraner war. Bei dem verschwenderischen Leben des Markgrafen Eduard Fortunatus von Baden-Baden, der meist im Auslande lebte, übernahm E. Friedrich 1594 die Administration über das verwahrloste Land, geriet aber dadurch in einen schweren Konflikt mit dem Kaiser, welcher dem Plane der Durlachschen Linie, das kath. Baden-Baden mit Durlach wieder zu einer Markgrafschaft zu vereinigen, schon aus kirchlichen Gründen widerstrebte. E. starb 11. April 1604 kinderlos und hatte zum Nachfolger seinen jüngsten Bruder Georg Friedrich, der schließlich das ganze Durlachsche Gebiet in seiner Hand vereinigte.