FeedFriedrich VI.
GeschichteBrockhaus 1882

Friedrich VI., Markgraf von Baden-Durlach, ältester Sohn Friedrichs V., geb. in Durlach 16. Nov. 1617, studierte in Straßburg und Paris, solgie von hier 1637 Bernhard von Weimar an den Rhein und zeichnete sich in dessen Kämpfen rühmlich aus. Nach Bernhards Tode 1639 übernahm F. ein hess. Reiterregiment und trat 1641 unter Baner in schwed. Dienste, aus denen er erst 1651 als Gemahl der Prinzessin Christine Magdalene von Pfalz-Zweibrücken nach Durlach heimkehrte. Seit 1655 begleitete er seinen Schwager Karl X. (Gustav) als schwed. Kavalleriegeneral und Generalfeldmarschall in den preuß.⸗poln. Feldzügen, bis ihn die tödliche Krankheit seines Vaters wieder heimrief. Nachdem er 8. Sept. 1659 die Regierung angetreten, ließ er es seine höchste Sorge sein, das erschöpfte Land durch sorgfältige, milde und gerechte Administration zu heben. Eine Unterbrechung erlitt diese Thätigkeit 1664 durch den Reichstag von Regensburg und den Türkenkrieg, der ihn bis zum Frieden von Vasvar fesselte, und durch den Reichskrieg seit 1674, in dem er als kaiserl. Feldmarschall Hagenau belagerte, die Stollhofer Linien befestigte und Philippsburg 17. Sept. 1676 eroberte. Krank zurückgekehrt, starb F. in Durlach 31. Jan. 1677.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 341Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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