FeedErpfingen
ErdkundeBrockhaus 1882

Erpfingen, Dorf im württemb. Schwarzwaldkreise, Oberamt und Amtsgerichtsbezirk Reutlingen, Landgerichtsbezirk Tübingen, 15 km südlich von Reutlingen, in der Schwäbischen Alb, unweit vom Rordwenabhange derselben, am südöstl. Fuße des 831 m hohen Guppenlochfels, zählt 897 evang. E. Dabei liegt die Ruine Hohen-E., Stammsitz der Herren von Erpfingen, und 3 km nordöstlich vom Orte die Karlshöhle, im Höhlenberge in 714 m Höhe, welche erst 30. Mai 1834 entdeckt worden ist. Sie ist 163 m lang, 3—17 m breit und 3,5 bis 10,3 m hoch, streicht, nur 14,5 m unter der Oberfläche des Bergs, von SW. nach NO., besteht aus sieben Haupträumen, von denen der fünfte, vom Eingange an gerechnet, ein schönes Gewölbe bildet, welches letztere mit bewundernswerter ber Hart got. Bauformen aufweist; man fand in der Karlshöhle fossile Knochen von Menschen, Bären u. s. w., —. Waffen, Vasen, Ringe Geräte aus Gold und Erz auf, auch ist sie dur herrliche Tropfsteinbildungen bemerkenswert.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 320Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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