Erpel, Flecken in der preuß. Provinz Rheinland, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Neuwied, Amtsgerichtsbezirk Linz a. Rh., Landgerichtsbezirk Neuwied, Bürgermeisterei Unkel, auf dem rechten Ufer des Rheins, Remagen gegenüber, 25 kEm im NW. von Neuwied, zählt 1200 meist kath. C., ist Haltestelle der Linie Troisdorf-Niederlahnstein der ahen 25 Staatsbahn, hat eine Mineralfarbenfabrik, Weinbau und an der Erpeler Lei (203 m über dem Meere, 153 m über dem Rhein) Basaltbrüche. Sehenswert ist die teilweise noch der frühesten roman. Stilperiode (Turm), zum größten Teil indessen der spätern roman. Kunst und dem sog. libergangsstil (Chor) angehörende dreischiffige Pfarrkirche, deren interessante roman. Seitenschiffe jedoch im 18. Jahrh. durch andere zur Architektur der Kirche wenig passende Seitenschiffbauten ersetzt worden sind. Von den ehemals starken Festungswerken ist der Thorturm am nördl. Ende des Ortes noch gut erhalten.