Esquilache (Don Francisco de Borja y Arau. . w., span. Dichter, geb. um 1581 wahrscheinlich zu Madrid, erhielt den Titel eines Fürsten von E. durch die Erbprinzessin von Squillace im Königreich Neapel, mit der er sich 1602 vermählte. Er war 1614 -21 210a0 Dacn Peru, während welcher Zeit Don Diego Baca de la Vega die Landschaft Maynas eroberte und dort eine Stadt gründete, die er E. zu Ehren San-Francisco de Borja nannte. Nach dem Tode Philipps III. kehrte E. an den Hof von Madrid zurück, wo er den übrigen Teil seines Lebens zubrachte und 26. Okt. 1658 starb. Schon in früher Jugend zeigte er Neigung und Anlage zur Dichtung; er u. M sich vorzüglich den jüngern Argensola zum Muster und strebte in seinen Gedichten Eleganz, verständige Einfachheit und Klarheit mit sanftem, melodischem Fluß des Versbaues zu verbinden; sie ermangeln aber der Tiefe, Originalität und des Schwunges. E. war einer der letzten Repräsentanten des klassischen Stils der span. nden Sänod und Gegner der damals vorherrschenden Schule des Gongora. Seine lyrischen Gedichte, unter denen die Sonette, Madrigale und die Schäferromanzen noch jetzt von den Spaniern geschätzt werden, erschienen zuerst zu Madrid (1639, auch 1648 und Antwerp. 1654), dann vermehrt zu Antwerpen (1663). Ohne poetischen Wert ist sein epischer Versuch cNapoles recuperada por el rey Don Alonso (Sarag. 1651; Antwerp. 1685), worin er in sorgfältig geglätteten Versen die Eroberung Neapels durch Alfons V. von Aragon im 15. Jahrh. behandelt. Seinen spätern Lebensjahren gehört das in fließender Prosa verfaßte Werk Meditaciones y oracioneso (Brüss. 1661) an, das auf lat. Traktaten, die dem Thomas a Kempis beigelegt werden, beruht.