FeedEssigguts
TechnikBrockhaus 1882

Essigguts mit der Luft wird erreicht 1) durch Vermehrung des Luftzutritts durch einen kontinuierlichen Luftstrom, welcher der Richtung des in Tropfen herabrinnenden Essigguts entgegengesetzt ist, 2) durch Zerteilung der säuernden Flüssigkeit in Tröpfchen und Verteilung derselben über sehr große Flächen. Zur Ausführung der Schnellessigfabrikation sind besonders konstruierte und vorgerichtete Gefäße (Gradierfässer, Essigständer, Ess igbilder) erforderlich, von welchen man je nach der Stärke des darzustellenden Essigs zwei bis vier braucht, die zusammen wieder eine Gruppe cher (Luftzuglöcher) von etwa 3 em Durchmesser sodaß die innere Mündung des Bohrlochs eir wenig tiefer liegt als die äußere. Etwa 33 en über dem Boden befindet sich ein falscher Boden der siebähnlich durchlöchert ist, und auf welchen Rotbuchenholzspäne kommen und den Ständer anüllen bis etwa 15 —20 em unter dem obern Rand. Die Späne werden zu engen Spiralen zusammenerollt, so wie man sie durch Hobeln von grünem olz und nachheriges Trocknen erhält, angewendet. Nachdem die Essigständer mit den trockenen Spänen beschickt worden sind, schreitet man zum Ansäuern derselben. erwärmten Essigsprit uber die im Ständer befindlichen Späne. Die angesäuerten Fässer bleiben 24 Stunden bedeckt stehen, damit der Essig das Holz möglichst durchdr dem obern Rand befindet sich ein hölzerner, mit möglichst vielen feinen Löchern durchbohrter Siebboden. Damit das Es dünnen Strahlen über die Späne sich ergieße, bringt man in die Löcher Bindfäden, die etwa em unten hervorragen und oben zu einem Knoten Bobrloe sind, um zu verhindern, daß sie durch Bohrlöcher gleiten; die Fäden schwellen an, die verringern dadurch die Offnungen etwas, saugen durch Kapillarität das vom untern Ende au In dem Siebboden befinden sich ferner fünf bis acht größere Bohrlöcher von 3—5 em Weite, welche der durch die Zuglöcher von unten eindringenden, im Ständer ihres Sauerstoffs beraubten Luft den Austritt nach oben gestatten; in diese Löcher sind Glasröhren von 10 —15 em Länge befestigt, die etwa 8 em über den das Abfließen des Essigguts verhindern. Der

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 375Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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