FeedEybenschütz (Jonathan)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Eybenschütz (Jonathan), jüd. Schriftsteller, geb. 1690, war lestibie in Prag, dann Rabbiner in Metz und zuletzt bis zu seinem Tode 1764 in den drei Gemeinden Altona, Elei Wandsbeck. Eine eigentümliche Berühmtheit erlangte er durch den Streit mit Jak. Emden, der den E. der heimlichen Verehrung des (längst gestorbenen) Pseudomessias Sabbatin Zevi auf Grund verschiedener von E. herausgegebener Amulette beschuldigte. Fast alle Rabbiner Deutschlands und Polens nahmen an diesem mit maßloser Heftigkeit geführten, noch bis heute nicht ausgetragenen Streit für eine der beiden Parteien teil. E. veröffentlichte die ihm zugegangenen Briefe unter dem Titel Luchot Eduto (Tafeln des Zeugnisses). E. war es auch, der an Moses Mendelssohn, als dieser in Hamburg war, ein höchst anerkennenswertes Schreiben richtete (Mai 1761). Eine Biographie E.' schrieb G. Klemperer (Prag 1858). ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 494Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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