Farbentafeln oder Farbenskalen. Von letztern dürfte die Wernersche auch jetzt noch am bekanntesten sein. In jüngerer Zeit gibt es auch in pädagogischer Beziehung, zur Ausbildung des Farbensinnes, Farbentafeln, z. B. von Patek u. a.; ferner zur Prüfung des Farbensinnes, z. B. von Holmgren u. a. m. Beim Künstler und überhaupt in ästhetischer Beziehung kommt es weniger auf die Farben an sich als auf ihre Zusammenstellung an, da es wohl keine F. gibt, die nicht in geeigneter Verbindung mit andern einen wohlthuenden Effekt zu machen im Stande ist. (S. Kolorit und Farbenharmonie.) In der wissenschaftlichen Farbenlehre gelten weder Weiß noch Schwarz als F. Das erstere nicht, weil es aus der Vereinigung aller verschiedenen Farbenstrahlen hervorgeht und das Farblose darstellt; das letztere nicht, weil es nur die Abwesenheit jeglichen Lichts, also auch jeder Farbe, bedeutet. In der Praxis spricht man jedoch auch von weißer und schwarzer Farbe.