Feldschlangen sind Geschütze, welche in einer frühern Periode des Artilleriewesens vorkamen und zu der allgemeinen Gattung der Schlangen (sSerpentines, couleuvrines) gehörten. Die Schlangen (der Name kommt in Deutschland seit 1440 vor) hatten unter den ältern Geschützarten die geringsten Kaliber, aber die verhältnismäßig größten Längen (20 — 40 Kugeldurchmesser), durch welche man die Sicherheit des Schusses zu erhöhen trachtete. Die geringern Kaliber der Schlangen wurden im Felde mitgeführt und als F. bezeichnet. In Reinhardts Kriegsbuch' (1550) wird eine F. von 34 Kaliber Länge und 12 Pfd. Kugelgewicht angegeben. Die leichtern F. hießen Falken und Falkonetts. Die F. gingen später in der Feldkanone auf. (Vgl. Geschütz.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 659Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei