Feldschmiede Frz. forge de campagne, engl. travelling-forge), ein transportables Schmiedefeuer, das zum Gebrauch der Hufschmiede beim Militär im Felde, bei Montagen eiserner Brücken überhaupt zu allen Schmiedearbeiten außerhalb [der Werkstätten verwendet wird, wo ein stabiles Schmiedefeuer nicht in nächster Nähe vorhanden ist. Man hat kleinere tragbare und größere fahrbare F.; dieselben sind fast immer aus Gußeisen verfertigt. Das Gebläse — ein Blasebalg, ein Ventilator oder ein Rootsches Gebläse — liegt unterhalb des als Feuerherd dienenden Tisches und wird durch Hand-⸗ oder Fußbetrieb in Bewegung gesetzt. Bei den von Hand getriebenen Gebläsen unterscheidet man wiederum solche, bei denen ein Hebel hin und her bewegt, und solche, bei denen durch Drehen eines mit Handkurbel versehenen kleinen Schwungrades die beabsichtigte Wirkung hervorgebracht wird. Größere F. sind öfters mit einem Schraubstock und einer Bohrvorrichtung versehen, um auch die Ausführung kleinerer Schlosserarbeiten an Ort und Stelle zu ermöglichen. ö Feeldschützen hießen in der ältern Artillerie die Artilleristen, welche die Feldstücke bedienten, im Gegensatz zu den Büchsenmeistern und Feuerwerkern, von denen erstere die Mauerbrecher, letztere die Böller unter sich hatten.