FeedFerien taant Attar
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Ferien taant Attar, pers. Dichter, s. Attär. erien (feriae) hießen bei den Römern diejenigen Tage, an denen keine Geschäfte vorgenommen, sondern gottesdienstliche Handlungen verrichtet, Opfer dargebracht, auch wohl Festmahle gehalten wurden. Sie zerfielen in solche, die nur Einzelne oder Familien betrafen (feriae privatae), wie Geburtstage u. s. w., und in solche, die vom Staate angeordnet wurden (feriae publicae), die letztern wiederum in stehende, bewegliche und außerordentliche, von Konsuln oder Senat besonders festgesetzte, wie die Bitt⸗ und Dankfeste. Später ging das Wort in den röm. Kirchenkalender über, in welchem man den Montag keria secunda, den Dienstag feria tertia u. s. w. nannte, teils um die heidnischen Namen zu verdrängen, teils auch um die Christen daran zu erinnern, daß ein jeder Tag zum Gottesdienst bestimmt sei. Bei Lehranstalten bezeichnet man, wie auch schon im Altertum, mit F. den Zeitraum, wo keine Unterrichtsstunden (Vorlesungen u. s. w.) stattfinden (. Schulferien), bei Gerichtsbehörden den Zeitraum, während dessen nur in Feriensachen (s. d.) Termine abgehalten und Entscheidungen erlassen werden. (S. Gerichtsferien.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 692Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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