Festmeter (im) ist ein in der Forstwirtschaft jetzt gebräuchliches Raummaß, welches ein Kubikmeter fester Holzmasse bedeutet und namentlich für die Langnutzhölzer dient. Für die in Stößen verschiedener Dimension geschichteten Hölzer (Scheite, Knüppel, Stöcke u.s. w.) wird der Ausdruck Raummeter (rm) gebraucht und darunter ein Holzstoß verstanden, in welchem die Holzstücke samt den bei der Schichtung unvermeidlichen Zwischenräumen einen Kubikmeter Raum einnehmen. Nach Länge und Gestalt der einzelnen Stöcke ist das Verhältnis der Zwischenräume zur festen Holzmasse sehr verschieden, so enthält z. B. Urm Scheitholz etwa 0,% bis 0,8o fm, während 1 rm Stockholz mit 0,45 fm verrechnet werden kann. über diese Verhältniszahlen sind durch den Verband der deutschen forstlichen Versuchsanstalten ausgedehnte Untersuchungen angestellt worden; die gewonnenen Resultate wurden von Baur in dem Werk «Untersuchungen über den Festgehalt und das Gewicht des Schichtholzes und der Rindey (Augsb. 1879) übersichtlich zusammengestellt und verarbeitet. eston (frz.), ein lebendiges oder künstlerisch nachgebildetes Gewinde aus reichbelaubten Zweigen, Blumen und Früchten zum Zweck einer heitern Belebung architektonischer Massen. Tempel, Altäre, Triumphbögen bei festlichen Gelegenheiten mit Blumengewinden zu zieren, war schon bei den Alten Sitte. Die bildende Kunst fixierte den festlichen Zustand durch Nachbildung der F. in Farbe und Stein, besonders als Verzierung ion. und korinth. Friese; auch auf antiken Vasen, Altären und Terracotten sind F. nicht selten. In der neuern Kunst 90 sich besonders die ital. Hochrenaissance durch ebenso anmutige als großartige Behandlung der F. ausgezeichnet. F. im Barock⸗ und Rokokostile ist bereits übertriebener und massiger, willkürlicher und schnörkelhafter, aber doch meist noch von feinstem Sinn für dekorative Flächenfüllung. Mit Recht geht die moderne Kunst wieder auf die Vorbilder der Antike und Hochrenaissance zurück. Die Anwendung von Schling⸗ und Klettersträuchern in landschaftlichen Anlagen, namentlich in den sog. wilden Partien derselben, behufs der Bildung von Guirlanden und F. zur Belebung der Laubscenerie ist bekannt, wenn auch nicht so verbreitet, wie sie es zu sein verdient. Die häufigsten Beispiele einer solchen Dekoration sind der wilde opfen (Humulus lupulus) und die gemeine Waldrebe (Clematis vitalba). Aber auch unter den tropischen Gewächsen gibt es nicht wenige, mit welchen malerische Dekorationen solcher Art sich ausführen lassen, z.B. Arten des Jungferweins (Ampelopsis), der Osterluzei (Aristolochia), des Baummörders (Celastrus), des Mondsamens (Menispermum) u. a.