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BaukunstBau-Lexikon 1881

Die Dichtigkeit des holzes hängt zum großen Theil ab von dem anatomischen Bau desselben, von der Beschaffenheit der Gefäße u. Holzzellen, vom Bau der Markstrahlen, dem Verhältnis des Frühjahrsholzes zum Herbstholze rce. Es sind nicht nur die Hölzer verschiedener Baumarten von abweichender D., sondern selbst das Holz verschiedener Theile derselben Art, ja desselben Baumes. So ist bei unseren meisten Baumarten Kernholz dichter als Splintholz, Holz aus dem unteren Theil des Stammes dichter als jenes aus den höheren Theilen; ebenso weicht die D. frisch gefällten Holzes ab von der D. lufttrockenen Holzes. Dichtigkeit des Wassers. Den größten Dichtigkeitszustand des Wassers nimmt man gewöhnlich bei 4R. an. Das Volumen des Wassers ist nach Despnetz, wenn man es bei 20 1,00179 bei 30 1,0433 obm. Wasser beträgt bei 4“' Temp. 1 g., also eines dichtsäulig, engsäulig, lat. pyenostylus, griech. vo-U⁰e, heißt eine Säulenstellung, wenn die Säulenweite 1½ Säulenstärke beträgt. Dichtung, k., frz. étanchéiage, m., engl. stuffing; dichten, frz. oalfater, boucher, mastiquer, serrer, engl. t0 calk, to make olose, heißt besonders Ritzen u. Fugen für Wasser u. Luft undurchdringlich machen. 1. Bei Metallen geschieht es durch Löthen oder durch Vernieten oder Verschrauben, nach vorherigem Einlegen von Talgwerg oder Einstreichen von Kitt in die Fugen. — 2. Bei Steinen 7e., s. d. Art. ausfugen, Fuge, Kitt etc. — 3. Bei Holz, bes. im Schiffbau, wird altes, getheertes Tauwerk od. in Theer oder Talg getauchtes Werg, Dichtwerg, mit dem Dichteisen oder Kalfatereisen in die Fugen eingeführt und mit dem Dichthammer, einem hölzernen Schlägel, eingetrieben etc. — 4. Bei Kolben etc., s. d. Art. Dampfkolben, Liderung, Stopfbüchse etc. Dickbalken, m., s. d. Art. Bauholz F. I. n. Nickbret, u., frz. thick-board gauch Bordstück; Bret von 3 em. Stärke, s. d. Art. Bret I. 2. Dickzirkel, s. v. w. Tasterzirkel; s. d. Art. Zirkel. Didoron, n., lat., 1. bei den Griechen Mäß von zwei Dora (Spannen). — 2. Bei den Römern eine Art Ziegel, 1 Fuß lang, ½ Fuß = 2 Hände breit.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 162Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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