Feuerschiffe nennt man diejenigen Schiffe, welche in der Nähe von Untiefen verankert werden, um die Seefahrer vor Annäherung an die Gefahr zu warnen. Man legt sie gewöhnlich an solche Punkte, welche die Erbauung eines Leuchtturms nicht gestatten, in Flußmündungen oder mitten in See. Sonst zieht man Leuchttürme vor, welche ihr Licht heller und weiter abgeben als F. und sich in der Unterhaltung auf die Daver bedeutend billiger stellen. Da die F. auf ihrem Platze schwerem Sturm und Seegang Trotz bieten müssen, werden sie besonders stark und zweckmäßig konstruiert, um dem Anprall der schweren Wogen Widerstand leisten zu können, und ebenso haben sie außerordentlich starkes Ankergeschirr. Ihre Anker sind nicht die gewöhnlichen, sondern sog. Pilzanker, die wie ein Pilz geformt, sich tief in den Grund graben und deshalb vorzüglich halten. F. haben zur Unterscheidung voneinander ein bis drei Masten, an deren Spitze sie während des Tages große weit sichtbare Körbe und nachts Lichter führen, die entweder fest sind oder intermittieren und durch ihre Zahl oder durch ihre Erscheinung und Farbe dem Seemanne angeben, welches F. er vor sich hat. Letztere sind rot angestrichen, weil diese Farbe auf dem Wasser am —. sichtbar ist, und auf den Seiten ist in großen Buchstaben ihr Name gemalt. Auf den meisten F. befinden sich Rettungsboote, um in der Nähe strandenden Schiffen Hilfe leisten zu können. e s. Hirschkäfer. euersetzen, Gewinnungsmethode im Bergbau, s. unter Bergbau (Bd. II, S. 803).