Fixa vincta (lat.), was an einem Gebäude erd⸗„ wand⸗, band⸗, mauer⸗, niet⸗ und nagelfest ist, d. h. was dauernd befestigt ist zum Dienst des Gebäudes im Gegensatz zu dem, was dem individuellen Interesse des zeitweiligen Besitzers dient. Ersteres ist Pertinenz, Zubehör und teilt das rechtliche Schicksal der Hauptsache, gilt also im Zweifel als mit der Hauptsache verkauft, verpfändet u. s. w. ixe Idee Walcher besc ein irrtümlicher Gedanke (Urteil), welcher besonders oft ohne nachweisbaren Grund wiederkehrt, von dessen Richtigkeit die damit behaftete Person fest überzeugt ist. Die Entstehung fixer Ideen ist eine doppelte, insofern als dieselben 1) als Teilerscheinungen von Geistesstörung auftreten, 2) durch Gewohnheit bei sonst gesundem Gehirn sich festsetzen. Im erstern Falle (fixe Idee im engern Sinne) wird durch eine ihrem Wesen nach meist nicht erkennbare Hirnerkrankung von innen heraus ein unwiderstehlicher Zwang zur Bildung gewisser falscher Urteile geschaffen, sodaß der Kranke von vornherein zu jeder Kritik derselben unfähig erscheint oder es nach vorübergehendem Schwanken und Zweifeln alsbald wird. Der —.— der fixen Ideen bezieht sich hier gewöhnlich auf die Person des Inhabers selbst, insbesondere auf sein Verhältnis zur Mitwelt; man spricht hier gewöhnlich von 4firen Wahnideen », z. B. Wahn, geliebt, verfolgt zu werden. Nach jahrelangem Bestehen derartiger fixer Ideen ist eine Heilung fast ausnahmslos ausgeschlossen; es kommt durch Angliederung immer neuer Wahnideen schließlich zu einer vollständig falschen Auffassung des eigenen Selbsts. (S. Verrücktheit.) Bei intellektuell wenig beanlagten Personen können aber auch irrtümliche, durch äußere zufällige Einwirkungen (Unterricht, Lektüre), entstandene Vorstellungen, welche lange mit Vorliebe gehegt werden, allmählich auch ohne Hinzutreten einer besondern Hirnanomalie sich festsetzen, sodaß ihnen gegenüber die Kritik völlig verloren geht. Diese fixen Ideen beziehen sich meist auf objektive Verhältnisse (3. B. Möglichkeit, ein Perpetuum-Mobile zu kon⸗ ö struieren u. dgl. m.). Es kommt hierbei in der Regel nicht zu einer falschen Selbstauffassung; der fixen Idee, welche meist ganz isoliert dasteht, gesellen sich andere nicht bei; die geistige Leistungsfähigkeit leidet selbst nach langem Bestehen nur insoweit, als durch das Auftauchen der Idee, be-Iabenam durch das Interesse des Inhabers an derselben, andere Gedanken beziehungsweise Interessen in den Hintergrund gedrängt werden.