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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Ahorn, m. (frz. Erable, m., engl. maple, lat. acer, n., ital. acero, span. arce, Fam. Ahorngewächse), Baumgattung, von denen zahlreiche Arten in Deutschland heimisch sind, andere eingeführt werden. Die hauptsächlichsten sind: 1. Der gemeine oder weiße Ahorn, Ehre, Platanenahorn, Waldahorn, Waldesche, Bergahorn, Arle (frz. Erable, m. blanc, Dächern, Hausthüren etc., denn im Trocknen ist es dauerhaft, aber im Freien, wo es der Witterung ausgesetzt ist, wirft es sich leicht u. ist dem Wurmfraß ausgesetzt. Spezifisches Gewicht (zugleich Gewicht pro Kbam. in Kg.) spitzblätterige Ahorn (Acer platanoides), gelblich im Holz, nicht so fein u. dicht, zwar härter, aber nicht so dauerhaft wie der Bergahorn. — 3. der kleine Ahorn, Feldahorn, Maßholder (Acer campestre), gewöhnlich strauchartig, doch auch bis 10 m. hoch im Stamm, ist über ganz Europa verbreitet und auch in Nordasien heimisch. In Feinheit und Dichtheit sowie in Schönheit der Masern übertrifft die letzte Art noch die beiden ersten. Von den Hölzern dieser drei Ahornarten stehen Schrauben ganz vorzüglich. — 4. der gestreifte Ahorn (Acer striatum). Sein Holz ist fest, zäh, oft geflammt, nimmt schöne Politur an. — 5. Silberahorn (Acer dasycarpum) hat gelbliches, feinaderiges, gut beizbares Holz, welches zu empfehlen ist. — 6. Zucker: ahorn (Acer saccharinum) wird bes. zu Gewehrschäften verwendet und ist dazu besser als selbst Nußbaum. — 7. der herzblätterige oder russische Ahorn (Kcer tataricum), weniger zähe als die anderen. — 8. der Eschenahorn, Uegun. doahorn (Acer negundo, aceroides), ist fest u. sogarzäher als Eschenholz, aber weniger fein. Man findet ihn bes. in Nordamerika oft als Promenadenbaum. Uber die Nachahmung seiner Aderung im Anstrich s. d. Art. Imitation.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 63Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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