FeedCementmasaik
Haus & KücheBau-Lexikon 1881

Cementmasaik, k. Die leichte Verwendbarkeit des Cements zu Gußästrich und der Umstand, daß man nie für sehr große Flächen auf einmal den Cement einmachen kann, weil er zu schnell erhärtet, das dann auch meist verschiedene Farbennuancen, Flecke etc. zeigt, führte auf die Idee, diese Theile zu fürben, wozu aber nicht alle Farbstoffe sicheignen; dem Cementpulver trocken beigemischt werden können z. B. die gelben Ocherarten, das blaue und grüne Ultramarin, Kohle, Caputmortuum, Beinschwarz, Graphit; weiße Färbung ist nicht zu erzielen, durch Zusatz von Permanentweiß ann man nur den grauen Ton heller und gleichmäßiger ELBERG O Universitatsbiblio Farbstoffen beim Anmachen des Cements hat sich nicht bewährt. Marmorirte Cementplatten erzeugt man, indem man verschiedenartig gefärbten Cement einzeln anmacht, dann in geeignetem Verhältnis auf eine geschliffene u. mit etwas OelangeriebeneSpiegelglasplatte gießt u. mit einem Stäbchen unvollkommen umrührt. Mäß tu. Art des Herumrührens, sowie das Treffen des Zeitpunktes, zu welchem man den Cement von der Glasplatte abnehmen muß, lehrt die Erfahrung.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 24Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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