FeedCementhaltbarkeit
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Cementhaltbarkeit bei Hitze. Die meisten Cemente vertragen in ihren Sandmischungen nach dem Erhärten, auch sogar gewöhnlich schon ganz frisch, die dauernde Einwirkung von kochendem Wasser u. selbst höhere Hochdrucktemperatur. Die Erhärtungszeit wird dadurch sogar sehr abgekürzt, d. h. die Erhärtung geht da viel schneller vorsich. Bei trockener Hitze geht der Cementmörtel an Festigkeit zurück. Bei Rothglut wird er ganz mürbe. Indes braucht deshalb z. B. ein Maschinenfundament nach entstandenem Feuer noch nicht ohne weiteres abgerissen zu werden. Kann man vielmehr den Cementgegenstand einige Wochen gut feucht erhalten, bezw. direkt unter Wasser setzen, so kehrt die volle Festigkeit in der Zeit wieder zurück.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 24Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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