Glühwachs dient in der Bijouteriewarenfabrikation dazu, um goldenen oder vergoldeten Gegenständen eine rötliche Farbe zu erteilen. Von den vielen zu seiner Darstellung gegebenen Vorschriften sei nur eine hier mitgeteilt: Zu 6 Teilen geschmolzenem Wachs fügt man unter stetem Umrühren das feingepulverte Gemisch folgender Substanzen: 3 Teile Grünspan, 1½ Teile Kupferoxyd, 3 Teile Zinkvitriol, ½ Teil Borax, 3 Teile Eisenoxyd und 1 Teil Eisenvitriol. Beim Gebrauch wird das geschmolzene G. mit einem Pinsel aufgetragen, worauf die Werkstücke über Kohlenfeuer bis zum Verbrennen des G. erhitzt, in Wasser abgelöscht und mit Essig abgebürstet werden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 125Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei