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Recht & StaatBrockhaus 1882

Franckenstein (Georg Arbogast, Freiherr von und zu), Präsident des bayr. Reichsrats und erster Vizepräsident des Deutschen Reichstags, geb. 2. Juli 1825 zu Würzburg, studierte in Würzburg die Rechte und lebt auf Schloß Ullstadt bei Langenfeld in Mittelfranken. Seit 1847 Mitglied des bayr. Reichsrats, wurde er von dem Wahlkreis Eichstätt in das Zollparlament, 1872 von dem Wahlkreis Lohr in den Deutschen Reichstag gewählt, dem er seitdem ununterbrochen an EIrel- und in welchem er seit 24. Mai 1879, nach Freiherrn von Stauffenbergs Rücktritt, die Stelle des ersten Vizepräsidenten bekleidet. Als Vorstand der Centrumspartei brachte er 20. Juni 1879 in der Tarifkommission den nach ihm benannten Antrag ein, welcher schließlich von der aus den Konservativen und dem Centrum sich zusammensetzenden Majorität des Reichstags in folgender Fassung angenommen wurde: Derjenige Betrag der Zölle und der Tabaksteuer, welcher die Summe von 130 Mill. Mark in einem Jahre übersteigt, ist den einzelnen Bundesstaaten nach Maßgabe der Bevölkerung, womit sie zu den Matrikularbeiträgen herangezogen werden, zu überweisen. v

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 66Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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