FeedFürsten gleichgestellt wurden
GeschichteBrockhaus 1882

Fürsten gleichgestellt wurden, so bezeichnete man sie als fursten-genozzen oder F. Es spricht sich hierin die Umwandlung des Fürstenamts in den Fürstenstand aus. Heute pflegt man unter den dem Furstenstande angehörenden Personen in der Art zu unterscheiden, daß man das Familienhaupt, auch bei den nicht landesherrlichen Familien, als den «regierendeno Fürsten, die übrigen Familiengenossen als Prinzen» bezeichnet. Die Nebenlinien mancher fürstl. Häuser führen nur die gräflichen Titulaturen. Jürstenschule s. unter Fürst. Moritz von Sachsen aus den Gütern eingezogener Klöster zu Pforta, Meißen (1543) und Grimma (1550, ursprünglich zu Merseburg) gegründeten Lehr- und Erziehungsanstalten genannt, weil sie zunächst unmittelbar vom Landesherrn ressortierten. Sie hießen auch Landesschulen, weil sie dem ganzen Lande angehören sollten. Die Schüler zerfallen in Alumnen, Extraneer und Semiextraneer; die Alumnen uets großenteils Freistellen. Die F. haben sich stets durch ihr Streben nach gründlicher Bildung ausgezeichnet und den Ruhm bewahrt, die klassischen Studien in vorzüglicher Weise zu pflegen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 423Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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