FeedFürstenthal (Rafael)
GeschichteBrockhaus 1882

Fürstenthal (Rafael), geb. 1781, gest. zu Breslau 1855, 91 sich außer einigen poetischen Jugendarbeiten, in denen er Zeugnis von seiner Beherrschung des hebr. Idioms ablegte, durch lübersetzungen hebr. Werke mit hebr. Kommentaren hervorgethan. Unter seinen Übersetzungen sind zu nennen: die der 4«Selichoto (d. i. „Bußgebete v, 2 Bde., Bresl. 1823—24), die des Buches der Herzenspflichteno von Bachja ben Josef (Bresl. 1835), Die des Führer der Verirrtenb von Moses Maimonides (1. Tl., Krotoschin 1839). Außerdem hat er sich bei der übersetzung von Friedenthals Schriften, der Festgebetes, des Leuchterv von Isak Aboab beterligt und eine Rabbinische Anthologie oder Sammlung von Erzählungen, Sprichwörtern, Weisheitsregeln, Lehren und Meinungen der alten Hebräerv herausgegeben (Bresl. 1834). Nach Delitzich (Geschichte der jüd. Poesier) ist auch der talmudische Traktat Berachot, welchen L. A. Chiarini als seine Arbeit unter dem Titel Théorie du Judaismey (Par. u. Genf 1834) herausgegeben, von F. übersetzt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 424Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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