Gahnit, auch Zinkspinell oder Automolit genannt, ist ein Glied der regulären Mineralgruppe des Spinells; die stets einzeln eingewachsenen Krystalle zeigen die Formen des regulären Systems, namentlich das Oktaéder, auch Hexaöder und Rhombendodekaäder, auch Zwillinge nach der Oktaéderfläche; die Spaltbarkeit ist vollkommen oktädrisch. Das Mineral ist dunkellauchgrün bis schwärzlichgrün und entenblau, von fettartigem Glasglanz, kantendurchscheinend bis undurchsichtig. Härte8, spez. Gewicht = 4,34 bis 4,9. In chem. Hinsicht ist einer Zusammensetzung von 44 Proz. Zinkoxyd und 56 Proz. Thonerde, doch wird stets etwas Zinkoxyd durch Eisenoxydul und Magnesia, eine geringe Menge der Thonerde durch Eisenoxyd ersetzt. Die allgemeine Formel ist daher diejenige der Spinellmineralien überhaupt. Der G. ist vor dem Lötrohr unschmelzbar, durch Säuren und Alkalien unangreifbar. Zuerst wurde der G. auf der Erik-Matts-Grube bei Falun im Talkschiefer eingewachsen entdeckt, später fand er sich zu Franklin in Neujersey und Haddam in Connecticut, in großen Krystallen, zu Tiriolo in Calabrien im Kalkstein. Nach der Beobachtung von Hans Schulze und Stelzner pflegen sich in der verglasten Thonmasse der zur Zinkdarstellung gebrauchten und bei diesem Prozeß eine blaue Farbe gewinnenden Muffeln unzählige scharfe mikroskopische Zinkspinellkryställchen bis zu O,oe mm Achsenlänge auszuscheiden.