Flugstaub oder Hüttenrauch (frz. fumée de Pusine, engl. refiner's smoke) nennt man in der Metallurgie feine, staubartige Bestandteile der Erze, welche durch die aus dem Ofen tretenden Gase mit fortgerissen werden. F. entsteht namentlich in großen Mengen beim Hohofenbetrieb (Gichtstaub). Er sammelt sich in den Funkenfängen, Gasabzügen u. s. w. und liefert öfters, besonders bei Arsen⸗, Blei., Kupfer⸗, Silber-⸗ und Zinkerzen, ein wertvolles Material zu weiterer Verhüttung, da er in manchen Fällen bis 50 Proz. des betreffenden Metalls enthält.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 929Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei