FeedGainas
GeschichteBrockhaus 1882

Gainas, ein Westgote, der unter Kaiser Theodosius I. in röm. Dienste trat und namentlich in dem Kriege (394 n. Chr.) gegen Arbogast sich auszeichnete. Als ein eifriger Anhänger des weström. Ministers Stilicho veranlaßte er die Ermordung des diesen feindlichen oström. Staatsmanns Rufinus bei Konstantinopel (27. Nov. 395). Vielleicht waren es ähnliche polit. Intriguen, die ihn bewogen, bei der Bekämpfung eines gegen Eutropius, den Nachfolger des Rufinus, in Konstantinopel gerichteten Aufstands in Kleinasien (398 u. 399) sehr zweideutig aufzutreten. Als er aber im Frühling 399 in Konstantinopel die Interessen der Arianer zu vertreten suchte, wandte sich der kath. Fanatismus und die Volkswut gegen die Goten, deren im Juli 399 in Konstantinopel 7000 erschlagen wurden. Als G. nunmehr gegen Kaiser Arcadius den offenen Krieg begann, zog er den kürzern, und wurde endlich jenseit des Donaudeltas durch den römisch gesinnten hunn. Häuptling Uldin zu Anjg des J. 400 getötet. ainesville, Dorf im amerik. Staate Virginia, in Prince William's County, wurde geschichtlich namhaft im amerik. Bürgerkriege. In den Tagen vom 28. bis zum 30. Aug. 1862 wurde um G. während der Schlachten am Bull Run blutig gekämpft.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 454Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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