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ReligionBrockhaus 1882

Gallus (auch Callo oder Gallunus oder Gilian oder Gall von Hibernien genannt), Heiliger, der Gründer des berühmten Klosters St. Gallen, kam mit seinem Lehrer Columbanus 595 von Britannien nach dem Festlande, um das Christentum zu verkündigen. Als Columban nach Italien zog, blieb er in Bregenz zurück und gründete um 613 an der fischreichen Steinach eine Einsiedelei, aus welcher später das berühmte Kloster St. Gallen erwuchs. Er soll an einem 16. Okt., wahrscheinlich ums J. 627, gestorben sein. Die aus dem 8. Jahrh. stammende Lebensbeschreibung, welche stark legendenhaft ausgeschmückt ist, steht bei Pertz, Monumenta Germaniaes (Bd. 2). Vgl. Meyer von Knonau in den «Züricher antiquarischen Mitteilungeno (Bd. 19, Zür. 1877); J. von Arx, «Geschichten des Kantons St. Galleno (3 Bde., St. Gallen 1810— 13); Rettberg, «Observationes ad vitam 8. Galli spectantess (Marburg 1842); derselbe, Kirchengeschichte Deutschlands (2 Bde., Göttingen 1848); Friedrich, «Kirchengeschichte Deutschlandso» (Bamb. 1869); Ebrard, «Die Iroschottische Missionskirche des 6. bis 8. Jahrh. v von. 5 1873).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 496Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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