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GeschichteBrockhaus 1882

Gallus, der ältere Sohn des Julius Constantius (eines Stiefbruders Konstantins d. Gr.) und der Galla, entrann nach des letztgenannten Kaisers Tode nur durch zufällige Umstände samt seinem Stiefbruder der Septembermetzelei des J. 337 zu Konstantinopel, bei welcher sein Vater und viele andere Prinzen durch die Soldaten zu Gunsten der Söhne Konstantins ermordet wurden. G. stand damals im Alter von 13 Jahren. Unter der Erziehung, die ihm sein argwöhnischer Vetter und Schwager, Kaiser Constantius II., angedeihen ließ, entwickelte sich G. zu einem Heuchler, der später, als ihn im J. 351 sein Vetter als Cäsar nach Antiochia schickte, im Verein mit seiner Gattin, des Kaisers Schwester Constantia, eine blutgierige und raubsüchtige Mißregierung führte. Infolge dessen wurde G. auf Veranlassung des Kaisers nach Pola in Istrien gelockt und hier gegen Ende des J. 354 n. Chr. enthauptet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 496Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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